Pressemitteilung 10.03.2016

Fukushima: Fünf Jahre Katastrophe und kein Ende in Sicht

Anlässlich des fünften Jahrestages der Katastrophe von Fukushima erklären Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender, und Sylvia Kotting-Uhl, Sprecherin für Atompolitik:

Auch nach fünf Jahren ist der Super-GAU von Fukushima nicht bewältigt und es ist fraglich, ob er jemals bewältigt werden kann – die radioaktive Strahlung verseucht weiterhin die Umwelt. In Fukushima sind Mensch und Technik an ihre Grenzen gestoßen. Selbst in einem Hochtechnologieland wie Japan konnte ein nuklearer Unfall nicht vermieden werden. Die Vorstellung, Atomkraft beherrschen zu können ist Hybris. Auch in Deutschland besteht das Risiko bis zum Abschalten des letzten Atomkraftwerks. Fukushima ist jederzeit und überall möglich.

Es ist gut, dass die Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks im Mai nach Japan reisen will. Die deutsche Energiewende gilt als Pionierprojekt und ist Vorbild für Viele. Aber nicht nur dort muss sie ihr Statement „Die Atomkraft hat keine Zukunft“ vertreten, sondern auch in Deutschland und Europa. Dazu gehört es einerseits, konsequent die Schließung der grenznahen Problem-Meiler einzufordern und sich international für neue Regelungen stark zu machen, die Nachbarstaaten in Fragen der AKW-Sicherheit mehr Mitspracherecht geben. Und andererseits, die Torpedierung der Energiewende zu verhindern, die Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel mit seiner geplanten Obergrenze für Erneuerbare Energien im neuen EEG bereits heftig vorantreibt.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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