Pressemitteilung 14.03.2016

Weltverbrauchertag: Altersvorsorge ist Sorgenthema

Anlässlich des Weltverbrauchertages erklären Nicole Maisch, Sprecherin für Verbraucherpolitik, und Markus Kurth, Sprecher für Rentenpolitik:

Die Altersvorsorge ist ein großes Sorgenthema für viele Verbraucherinnen und Verbraucher. Das gesetzliche Rentenniveau sinkt kontinuierlich, aber die entstehende Versorgungslücke wird nur unzureichend durch betriebliche und private Leistungen aufgefüllt. Altersarmut wird unter diesen Bedingungen immer weiter zunehmen.

Ein historischer Niedrigzins und ein in weiten Teilen gescheitertes Riester-System verlangen nach grundlegenden Reformen in der privaten Altersvorsorge. Obwohl die Bundesregierung längst um die Probleme weiß, lässt sie die Verbraucherinnen und Verbraucher mit ihren Sorgen allein.

Wir fordern deshalb ein einfaches und kostengünstiges Basisprodukt für die kapitalgedeckte Altersvorsorge. Ein- und Auszahlungswege sowie die Rahmenbedingungen der Anlage sollen staatlich organisiert und festgelegt sein. Die Anreize für Verbraucherinnen und Verbraucher mit geringen und mittleren Einkommen sollen verbessert werden. Eine Opt-out-Regelung sowie eine Neuaufstellung der Riester-Förderung sollen dabei helfen, dass die geförderte, private Altersvorsorge endlich der Breite der Gesellschaft zu Gute kommt.

Außerdem muss weniger Geld im Vertrieb, dafür mehr Geld bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern landen. Dazu brauchen wir eine stärkere Deckelung der Vertriebskosten, einheitliche, realistische Sterbetafeln und eine standardisierte Offenlegung von Provisionen in Euro und Cent.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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