Pressemitteilung 20.05.2016

Artensterben gefährdet Mensch und Natur

Zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt am 22. Mai erklärt Steffi Lemke, Parlamentarische Geschäftsführerin und Sprecherin für Naturschutz:

Die Hälfte aller Arten in Deutschland ist ausgestorben, gefährdet oder extrem selten. Weltweit sterben pro Tag bis zu 120 Arten aus. Der Verlust an Biodiversität hat eine Grenze erreicht, die wir nicht weiter überschreiten sollten. Menschliches Leben hängt auch von der Vielfalt in der Natur ab. Wir sägen am Ast, auf dem wir sitzen.

Welche dramatische Folgen für uns der Verlust der Biodiversität hat, zeigt beispielhaft das fortschreitende Insektensterben: Vier Fünftel der bei uns heimischen Nutz- und Wildpflanzen sind auf die Arbeit von Honig- und Wildbienen angewiesen, von Obstbäumen über Erdbeeren bis hin zu Sonnenblumen. Vor allem für den Menschen gesunde Nahrungsmittel wie Obst, Gemüse oder pflanzliche Öle hängen von der Bestäubung durch Insekten ab.

Um diesen Trend umzukehren und die Ziele der Nationalen Biodiversitätsstrategie zu erreichen, muss die industrielle Landwirtschaft - ein Hauptverursacher der Naturzerstörung – in vernünftige Bahnen gelenkt werden. Die Bundesregierung muss endlich handeln und die Landwirtschaft ökologisch verträglich gestalten.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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