Pressemitteilung 20.05.2016

Städtebauförderung auf Klimaschutz ausrichten

Zum Tag der Städtebauförderung erklärt Chris Kühn, Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik:

Der Tag der Städtebauförderung steht dieses Jahr unter dem Motto „Aus Liebe zum Quartier“. Das Motto sollte sich in die Bundesregierung endlich auch beim Klimaschutz zu Herzen nehmen. Die Städtebauförderung könnte ein gutes und wichtiges Instrument sein, um die Klimaschutzziele von Paris zu erreichen. Aber gerade im Hinblick auf Klimaschutz und lebenswerte Stadtviertel bleibt diese Bundesregierung im Dornröschenschlaf. Die Städtebauförderung muss konsequenter auf die energetische Sanierung im Quartier und die notwendige Klimaanpassung unserer Städte ausgerichtet werden. Beim Klimaschutz im Quartier befindet sich die Bundesregierung noch lange nicht auf dem international vereinbarten Klimaschutzpfad.

Gerade in Städten schlummern immense Potenziale für Klimaschutz. Die Große Koalition schafft es noch immer nicht, ein ambitioniertes Quartierssanierungsprogramm auf die Beine zu stellen. So wird Frau Hendricks ihr Versprechen, Klimaschutz und Baupolitik miteinander in Einklang zu bringen, nicht einhalten können.

Vor rund einem Jahr hat der Bundestag bereits über einen Antrag der Bundesregierung für mehr Grün in der Stadt beraten. Seitdem ist faktisch nichts passiert. Wir brauchen mehr Frei- und Grünflächen, weniger Beton und Asphaltpisten um unsere Städte vor dem Klimawandel und seinen Folgen zu schützen. Stadtgrün muss ein Schwerpunkt der Städtebauförderung werden. Wir fordern die Bundesregierung auf, ein anspruchsvolles Quartierssanierungsprogramm aufzulegen und den Klimaschutz und die Klimaanpassung endlich sichtbar in der Städtebauförderung zu verankern.

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