Pressemitteilung 30.05.2016

Tabakwerbebeschränkungen jetzt

Anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai 2016 erklärt Dr. Harald Terpe, Sprecher für Drogen- und Suchtpolitik:

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zu Tabakwerbebeschränkungen ist mutlos und bietet der Tabakindustrie weiterhin zahllose Möglichkeiten, für Produkte zu werben. Die Bundesregierung ist offensichtlich nicht bereit, sich von den Fesseln der Tabak- und Werbeindustrie zu lösen. Kinowerbung für Tabakprodukte wird nicht abgeschafft. Darüber hinaus bleiben der Tabak- und Werbeindustrie vielfältige Werbemöglichkeiten erhalten, wie Werbung am Verkaufsort, auf Gegenständen oder durch Sponsoring.

Es ist schlicht nicht nachvollziehbar, weshalb der Tabakindustrie solche Geschenke gemacht werden – und das auf Kosten der Gesundheit von Verbraucherinnen und Verbrauchern. Konsequente Werbebeschränkungen für Tabakprodukte sind in Deutschland überfällig und müssen jetzt umgesetzt werden – und nicht erst 2020, wie von der Bundesregierung geplant.

Werbung für Tabakprodukte im Kino und auf Plakaten, aber auch die kostenlose Abgabe von Tabakprodukten, verhindern eine wirksame Tabakprävention. Tabakwerbung hat insbesondere auf Kinder und Jugendliche einen starken Einfluss. Für viele Menschen ist es nicht nachvollziehbar, warum staatliche Präventionskampagnen vom Tabakkonsum abraten, aber die Tabakindustrie ihre Produkte weiter bewerben darf. Präventionsmaßnahmen sind immer auch eine Frage der Glaubwürdigkeit.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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