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Pressemitteilung 01.05.2016

Tierwohlsiegel: verbindliche Schritte sind überfällig

Zu den Berichten, Landwirtschaftsminister Schmidt lasse die Einführung eines staatlichen Tierwohlsiegels prüfen, erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

Mehr Tierschutz, faire Preise für Erzeuger und hochwertige Produkte - dafür braucht es in der Tierhaltung einen Systemwechsel. Das Tierwohlsiegel kann ein erster Schritt aus der Sackgasse sein, in die die rückschrittige Agrarpolitik der vergangenen Jahre geführt hat. Entgegen der Versprechungen des Ministers und des Bauernverbandes ist im Export kein Heil zu suchen, und auch die Verbraucherinteressen gehen weg von der Schmidt'schen Massenproduktion. Der Druck aus der Mitte der Gesellschaft ist mittlerweile so groß geworden, dass endlich auch Minister Schmidt reagiert und seinen Job macht. Lange genug hat er verzögert und mit vielen Worten, doch stets ohne Taten, über seine Absichten gesprochen. Nun muss er zeigen, ob er hier mehr sein will als ein profilloser Ankündigungsminister.
Deutschland braucht einen Umbau der Tierhaltung. Ein Tierwohlsiegel macht die Bemühungen der Bäuerinnen und Bauern um die Tiere sichtbar. Diese Differenzierung fordern wir schon lange und sie sind dringend erforderlich für einen Paradigmenwechsel. Bei der Eierkennzeichnung hat sich gezeigt, dass mehr Transparenz zu mehr Tierschutz führen kann - die Käfigeier wurden in kürzester Zeit nicht mehr nachgefragt. Daher wollen wir eine Haltungskennzeichnung entsprechend der Eierkennzeichnung von 0 bis 3.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher