Pressemitteilung 08.11.2016

Tierwohllabel: Klare Kennzeichnung statt Greenwashing

Zum geplanten Tierwohllabel von Agrarminister Schmidt erklären Nicole Maisch, Sprecherin für Verbraucher- und Tierschutzpolitik, und Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

Dieses Label ist ein Ausweichmanöver von Christian Schmidt. Er drückt sich vor einem klar verbindlichen Verbraucherschutz. Mit der Eierkennzeichnung haben wir ein System unter der grünen Agrarministerin Renate Künast etabliert, das transparent und erfolgreich ist. Die Verbraucherinnen und Verbraucher sind damit vertraut – es funktioniert. Wir fordern, dass diese klare Kennzeichnung auch beim Fleisch angewandt wird. Auf jedem Steak und jeder Tüte Milch muss klar erkennbar sein, wie das Tier gehalten wurde – ein freiwilliges Greenwashing-Siegel braucht keiner.

Bei der Initiative Tierwohl der Wirtschaft haben wir gesehen, dass minimale Verbesserungen nicht zwingend zu mehr Tierschutz führen. Warum will der Minister diesen Weg gehen, wenn mit der Eierkennzeichnung so gute Erfahrungen gemacht wurden? Zum Ende der Amtszeit möchte der Ankündigungsminister etwas vorweisen – aber dann sollte er das Kennzeichnungsproblem auch konsequent lösen. Zusätzlich müsste er klären, dass der Mehraufwand neuer Kennzeichnungen nicht an den Bäuerinnen und Bauern hängen bleibt.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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