Pressemitteilung 27.10.2016

Grüne Klima-Uhr: Klimaziele in Gefahr

Ab heute haben wir in Deutschland schon so viel CO2 verbraucht wie uns 2020 für das gesamte Jahr zur Verfügung steht - wenn wir unsere eigenen Klimaziele ernst nehmen. Dazu erklärt Annalena Baerbock, Sprecherin für Klimapolitik:

Die Zeit zum Umsteuern wird immer knapper. Wenn wir weitermachen wie bisher, verfehlt Deutschland seine Klimaziele und setzt seine Glaubwürdigkeit im In- und Ausland aufs Spiel. Das Pariser Klimaabkommen tritt in Kraft, aber die Regierung Merkel fährt ohne überzeugende Initiativen zur nächsten Klimakonferenz nach Marrakesch.

Das Aktionsprogramm Klimaschutz 2020, mit dem Bundesumweltministerin Barbara Hendricks die CO2-Reduktions-Lücke bis 2020 schließen will, ist in der politischen Bedeutungslosigkeit verschwunden. Der Klimaschutzplan 2050 wird in der Ressortabstimmung zum zahnlosen Tiger. Die Transformation hin zu einer klimaneutralen Gesellschaft wird blockiert.

Bei diese Bundesregierung ist Klimaschutz in schlechten Händen: Die Kohlereserve gaukelt Emissionsreduktionen vor, die es nicht gibt; der Bundesverkehrswegeplan setzt weiter auf Beton statt auf die Schiene; der Verkehrsminister auf Spritschlucker statt E-Mobility. Auch in der Landwirtschaft steht die Novelle der Düngeverordnung aus, wodurch die Emissionen ungebremst steigen.

Hintergrund:

Hier finden Sie die Klima-Uhr: https://www.gruene-bundestag.de/?id=4394199. Sie zeigt die diesjährige durchschnittlichen Gesamtemissionen der Bundesrepublik - und die vereinbarten Klimaziele. Die Bundesregierung will die Treibhausgase im Jahr 2020 auf 40 Prozent im Vergleich zu 1990 senken. Von diesem Ziel sind wir weit entfernt. Bisher wurden lediglich ca. 27 bis 30 Prozent Emissionseinsparung erreicht.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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