Pressemitteilung 07.10.2016

Politik muss faire Wettbewerbsbedingungen im Schienenverkehr schaffen

Zu dem heute von den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) in Berlin vorgestellten Neustart des Nachtzugangebotes in Deutschland erklärt Matthias Gastel, Sprecher für Bahnpolitik:

Es ist für den Nachtzug nicht aller Tage Abend. Wir begrüßen den Neustart des Nachtzugangebotes in Deutschland. Die ÖBB übernimmt mit den Nachtzügen ein komplettes Marktsegment, das die Deutsche Bahn inzwischen für unwirtschaftlich erklärt hat. Aber die deutsche Politik muss endlich faire Wettbewerbsbedingungen in Deutschland schaffen. Die in Deutschland sehr hohen Trassenpreise im Schienenfernverkehr müssen abgesenkt und die energiepolitische Dreifachbelastung mit Stromsteuer, Ökosteuer und EEG-Umlage endlich beseitigt werden. Daher ist eine Halbierung der Trassenpreise ein notwendiger Schritt, um bezahlbare Angebote und guten Service bei der Bahn zu schaffen. Nur so wird die Bahn in Deutschland jenseits von kurzfristigen Rabattangeboten auf Dauer attraktiver.“

Hintergrund: Unter der neuen Marke „Night Jet“ will die ÖBB ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2016 ausgewählte Nachtzugverbindungen im deutschsprachigen Raum von der Deutschen Bahn AG übernehmen und wirtschaftlich betreiben. Hierzu zählen nicht nur Verbindungen nach Österreich, sondern auch bewährte Nachtzugverbindungen zwischen Norddeutschland und der Schweiz. Zugleich fordern die Grünen im Bundestag von der Bundesregierung mehr Engagement für den Schienenverkehr, so die deutliche Senkung von Steuern und Abgaben bei der Schiene.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

4400743