Pressemitteilung 11.10.2016

Wärmemarkt: neues Energiesparrecht muss Blockaden lösen

Zur anstehenden Novellierung des Energiesparrechts im Gebäudebereich erklären Julia Verlinden, Sprecherin für Energiepolitik, und Chris Kühn, Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik:

Die Energiewende kommt bisher nur im Strombereich einigermaßen voran. Die Wärmeversorgung ist dagegen nach wie vor zu fast 90 Prozent von den fossilen Energieträgern Kohle, Öl und Gas abhängig. Erneuerbare Wärmequellen wie Solarthermie, Bioenergie oder Wärmepumpen stagnieren auf niedrigem Niveau. Es ist höchste Zeit, diesen Stillstand zu überwinden und im Gebäudesektor auf Energiesparen und Klimaschutz zu setzen.

Mit der anstehenden Novellierung der Energiespargesetzgebung besteht die große Chance, die Blockaden im Wärmemarkt zu lösen. Wir brauchen jetzt ein modernes Energiesparrecht, das die bisherigen komplizierten Regeln ersetzt. Damit das neue Recht wirkt, muss es klimafreundlich, einfach und verbrauchernah gestaltet sein.

Für mehr Klimaschutz setzen wir unter anderem auf die stärkere Gewichtung der CO2-Emissionen sowie anspruchsvolle Energiestandards für Gebäude. Wir wollen Nachweisverfahren vereinfachen und Ausnahmeregelungen reduzieren. Verbraucherinnen und Verbraucher wollen wir mit einem aussagekräftigen Energieausweis, Sanierungsfahrplänen und besseren Beratungsangeboten beim Energiesparen unterstützen.

Alle Maßnahmen im Gebäudebereich gehen mit einer sozialen Wohnungspolitik einher. Energetische Modernisierung darf nicht zur Verdrängung führen und auch Menschen mit kleinerem Einkommen müssen in energetisch hochwertigem und klimafreundlichem Wohnraum leben können. Ziel unserer Energiepolitik ist es, den Wärmemarkt zukunftsfähig zu machen und Verbraucherinnen und Verbraucher auf Dauer vor hohen Energiekosten zu schützen.

Autorenpapier „Energiesparrecht für Gebäude neu gestalten: klimafreundlich, einfach und verbrauchernah“ unter http://gruenlink.de/19r2

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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