Pressemitteilung 12.09.2016

EU-Agrarminister: Mehr Verhandlungsmacht für Erzeuger erkämpfen

Zum Treffen der europäischen Agrarministerinnen und -minister vom 11. bis 13. September 2016 in Bratislava erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

Wir begrüßen die Initiative der slowakischen Präsidentschaft, die Stärkung der Landwirte in der Lebensmittelversorgungskette in den Fokus zu rücken. Der Lebensmitteleinzelhandel ist ein Oligopol – die vier größten Konzerne beherrschen zusammen 85 Prozent des Marktes. Diese Macht nutzen die Konzerne in den Verhandlungen mit den Erzeugern rücksichtslos aus.

Minister Schmidt konnte bisher keine Akzente setzen, um eine fairere Verteilung in der Wertschöpfungskette zu erreichen. Das wird auch bei den Streitigkeiten um die mögliche Tengelmann-Übernahme durch Edeka deutlich. Sie würde die Konzentration und Intransparenz des Marktes weiter verstärken. Es mischen sich viele ein, doch aus dem Landwirtschaftsministerium bleibt es – einmal mehr – still.

Wir fordern Landwirtschaftsminister Schmidt auf, sich mit aller Vehemenz für eine Stärkung der Bäuerinnen und Bauern in der Lebensmittelkette einzusetzen. Schöne Worthülsen helfen den Bäuerinnen und Bauern in der aktuellen katastrophalen Lage auf den Agrarmärkten nicht weiter. Sie sind derzeit die Verlierer von Schmidts mutloser Agrarpolitik.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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