Pressemitteilung 07.09.2016

Paralympics in Rio: Konsequentes Signal gegen Doping

Zum Beginn der Paralympics in Rio de Janeiro erklärt Özcan Mutlu, Sprecher für Sportpolitik:

Wir wünschen allen Sportlerinnen und Sportlern faire, erfolgreiche und friedliche Wettkämpfe. Eine Teilnahme an den Paralympics, vielleicht sogar mit einer guten Leistung oder guten Platzierung, ist für viele Sportlerinnen und Sportler ein großer Traum, den sie sich durch harte Arbeit, Disziplin und Leidenschaft mit der Unterstützung von - oft auch ehrenamtlich arbeitenden - Trainerinnen und Trainern, Betreuerinnen und Betreuern lange erarbeitet haben.

Es ist besonders erfreulich, dass die Paralympics immer mehr aus dem Schatten der Olympischen Spiele heraustreten und sich inzwischen zu einem Sportgroßereignis entwickelt haben, das mit jeder Austragung an weltweiter Aufmerksamkeit gewinnt. Ohne den ausufernden Gigantismus der Olympischen Spiele vollbringen Sportlerinnen und Sportler wahre Höchstleistungen. Menschen mit und ohne Behinderungen fiebern überall auf der Welt mit. Der Beitrag, den dieses Sportfest zur Verbesserung der Situation von Menschen mit Behinderung weltweit leistet, ist von unschätzbarem Wert.

In diesem Jahr heben sich die Paralympics von den Olympischen Spielen außerdem durch ein klares Signal gegen Betrug und Doping ab. Als Folge der Enthüllungen um das russische Staatsdopingsystem in Sotschi, sind russische Sportlerinnen und Sportler von den Paralympics ausgeschlossen. Diese Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) begrüßen wir ausdrücklich. Sie ist konsequent und folgerichtig und sendet ein positives Signal an saubere Sportlerinnen und Sportler.

Für das Internationale Olympische Komitee (IOC) und seinen Präsidenten Thomas Bach hingegen ist es schlicht eine Blamage. Durch die klare Positionierung des IPC und die Zurückweisung des russischen Einspruchs durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS wird nun noch einmal deutlich: Die Entscheidung des IOC, russische Sportlerinnen und Sportler bei den Olympischen Spielen zuzulassen, war inkonsequent und ein falsches Signal im Kampf gegen Doping. Die Behauptung, ein Komplettausschluss wäre sportrechtlich nicht vertretbar, war nicht fundiert und offensichtlich vorgeschoben.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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