Pressemitteilung 22.08.2017

Mögliche Monsanto-Bayer-Fusion: Risiken für Umwelt und Gesundheit jetzt eingehend prüfen

Zur Einleitung einer vertieften Prüfung der Fusion von Bayer und Monsanto bei der EU-Kommission erklären Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender, und Katharina Dröge, Sprecherin für Wettbewerbspolitik:

Die geplante Fusion von Bayer und Monsanto wäre schlecht für den Wettbewerb und schlecht für die Umwelt. Daher ist es gut, dass die EU-Kommission diese Fusion nicht einfach durchwinkt, sondern einer vertieften Prüfung unterzieht.

Wir fordern Kommissarin Vestager dabei auf, neben Wettbewerbsaspekten auch die Auswirkungen auf die Umwelt und die Ernährungssouveränität zu prüfen. Die Notwendigkeit der Prüfung dieser Aspekte zeigt auch ein Rechtsgutachten unserer Fraktion. Ein Megakonzern wie BaySanto würde nicht nur eine wettbewerbsschädliche Marktkonzentration erzeugen, sondern auch erhebliche Risiken nach sich ziehen, weil der Konzern auf den vermehrten Einsatz von Glyphosat und Gentechnik setzen will.

Auch die Bundesregierung steht der Pflicht, die EU-Kommission aufzufordern, diese Risiken für Umwelt und Gesundheit bei Ihrer Prüfung zu berücksichtigen.

Es ist besorgniserregend, dass vermehrte Großfusionen im Agro-Chemiesektor dazu führen, dass die Lebensmittelversorgung ganzer Volkswirtschaften in empfindlicher Weise von wenigen Konzernen abhängen. Gegen eine solche Entwicklung muss sich die Kommission mit einer Untersagung der Fusion stellen. Einen Megakonzern wie BaySanto darf es aus unserer Sicht nicht geben.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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