Pressemitteilung 04.08.2017

Russland: Abschiebung von Nowaja Gazeta-Journalist nach Usbekistan verhindern

Zur drohenden Abschiebung des usbekischen Journalisten Chudoberdi Nurmatow aus Russland erklärt Marieluise Beck, Sprecherin für Osteuropapolitik:

Der unter dem Pseudonym Ali Feruz bekannte Chudoberdi Nurmatow darf nicht nach Usbekistan abgeschoben werden. Als kritischer Journalist, Menschenrechtsaktivist und offen schwul lebender Mann drohen ihm in Usbekistan Verhaftung und Folter. Homosexualität gilt in Usbekistan als Straftat. Bereits vor seiner Flucht wurde Nurmatow in Usbekistan vom Geheimdienst verhaftet und gefoltert. Er hat deshalb allen Grund, Asyl gewährt zu bekommen. Die nun drohende Abschiebung wäre unverantwortlich. Sie würde das Asylrecht ad absurdum führen.

Die russische Justiz verstößt in gravierender Weise gegen internationale Standards zum Schutz von Asylsuchenden, wenn sie den Journalisten nach Usbekistan abschiebt, obwohl er aus mehrfachen Gründen in seinem Herkunftsstaat gefährdet ist. Wir fordern die Bundesregierung auf sich gegenüber dem Kreml für Nurmatow einzusetzen.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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