Pressemitteilung 06.02.2017

EU-Agrarpolitik: Bäuerliche Betriebe und lokale Märkte fördern

Zur Vorstellung von fünf Optionen zur Weiterentwicklung der europäischen Agrarpolitik (GAP) durch EU-Kommissar Phil Hogan erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

Die europäische Agrarpolitik steht vor enormen Herausforderungen – das macht die Vorstellung der Optionen klar. Doch nicht alle können gleichwertig nebeneinander stehen: Ein grundlegender Wechsel zu mehr Tier- und Umweltschutz und für bäuerliche Landwirtschaft darf nicht zur Randnotiz werden. Mit halbherzigen Verschlimmbesserungen geht es nicht vorwärts. Wir dürfen nicht zulassen, dass sich bei der nächsten Agrarreform wieder die Agrarindustrie-Lobby durchsetzt. Dieses Mal muss die GAP wirklich grüner und gerechter werden. Es ist Zeit die gemeinsame europäische Agrarpolitik neu zu gestalten und endlich kleine und mittlere bäuerliche Betriebe, umweltfreundliche Produktion, mehr Tierwohl und lokale Märkte zu unterstützen.

Die Unterstützung von agrarindustriellen Riesenunternehmen, die Ausrichtung der Landwirtschaft auf den anonymen Weltmarkt und die katastrophale Dumpingpreise, die bäuerliche Strukturen kaputt machen, muss der Vergangenheit angehören. Wenn wir der Landwirtschaft in Europa, den bäuerlichen Betrieben und dem ländlichen Raum eine Zukunft geben wollen, dann brauchen wir einen Paradigmenwechsel in europäischen Agrarpolitik. Die Bundesregierung muss sich für einen solchen grundlegenden Richtungswechsel in Brüssel stark machen. Das ist von Bundesminister Schmidt wohl nicht mehr zu erwarten.

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