Pressemitteilung 21.02.2017

Hungerkrise abwenden

Zum Hilfsaufruf des Kinderhilfswerks UNICEF erklärt Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik.

Die neuesten Zahlen von UNICEF sind schockierend, aber kommen nicht überraschend. Egal ob durch andauernde Konflikte oder klimabedingte Missernten: Das Leid kommt mit Ansage. Hunger ist ein tragisches aber zugleich vermeidbares Leid. Die internationale Staatengemeinschaft steht in der Verantwortung und muss wenigstens das schlimmste Leid lindern.

Auch bei innenpolitisch als vermeintlich weniger relevant erachteten Krisen, wie im Jemen, Südsudan, Somalia und Nigeria, muss unbürokratisch und in ausreichendem Maß geholfen werden. Die internationale Staatengemeinschaft hat sich erst im Jahr 2015 mit Nachhaltigkeitszielen (SDGs) darauf eingeschworen, den Hunger bis 2030 beenden zu wollen. Diesen Worten müssen nun Taten folgen.

Global hungert jeder neunte Mensch. Laut UNICEF sind 1,4 Millionen Kinder vom Hungertod bedroht. Hunger und Mangelernährung bedrohen Kinder in besonderem Maß. Die körperliche und geistige Entwicklung leidet und beeinträchtigt sie bis ins hohe Alter. Durch Konflikte und Klimaveränderungen liegt die Landwirtschaft an vielen Orten brach, Ernten bleiben aus oder werden zerstört. Am Horn von Afrika stabilisiert sich die Lage nach den verheerenden El Niño noch nicht. Es droht die schlimmste Hungersnot seit 2011.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

4402296