Pressemitteilung 20.07.2017

Maßstäbe für gute Pflege dringend notwendig

Zur von der Bertelsmann-Stiftung veröffentlichten Umfrage „Verbraucherorientierte Qualitätsberichterstattung in der Pflege“ erklärt Elisabeth Scharfenberg, Sprecherin für Pflege- und Altenpolitik:

Wieder einmal zeigt sich deutlich, dass der Pflege-TÜV dringend und sehr grundlegend reformiert werden muss. Die Umfrage der Bertelsmann-Stiftung bestätigt, dass sich Familien bei der Suche nach Pflegeheimen oder ambulanten Diensten allein gelassen fühlen und in Bezug auf Alter und Pflege große Unsicherheit verspüren. Maßstäbe für gute Qualität in der Pflege müssen umgehend erarbeitet werden und wichtige Kriterien wie Personalschlüssel und Merkmale der Lebensqualität mit einbeziehen. Der sogenannte Qualitätsausschuss darf dies nicht länger hinauszögern. Wir kritisieren schon lange, dass keine Vertreter von Pflegebedürftigen und Behinderten in dieses Gremium mit einbezogen wurden. Außerdem halten wir an unserer Forderung fest, ein unabhängiges Institut für Qualität in der Pflege zu schaffen, das zur Qualitätsentwicklung einen entscheidenden Beitrag liefern kann.

Was Pflegebedürftige und ihre Angehörigen brauchen, ist Transparenz und gute Beratung. Ein individueller Case-Manager, der unabhängig berät und aus den vorhandenen Angeboten einen auf die Bedürfnisse des Einzelnen abgestimmten Pflegemix zusammenstellt, kann der Unsicherheit der Betroffenen entgegenwirken. Individuelles Case Management und ein persönliches Pflegebudget sind Garanten für eine nutzerorientierte Versorgung vor Ort.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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