Pressemitteilung 07.06.2017

Hohe Hürden bei der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse

Anlässlich der Vorlage des Berichts zum Anerkennungsgesetz 2017 in der heutigen Kabinettsitzung erklärt Özcan Mutlu, Sprecher für Bildungspolitik:

Trotz mancher Fortschritte, ist es immer noch zu kompliziert und teuer in Deutschland ausländische Berufsabschlüsse anerkennen zu lassen. Die Antragsverfahren in den einzelnen Bundesländern sehen viel zu unterschiedlich aus. Es fehlen abgestimmte einheitliche Vorgaben und Kriterien. So bleibt es für Interessierte von außen ein Glücksspiel, ob sie in Deutschland arbeiten dürfen. Die Hürden, die ausländische Fachkräfte auf sich nehmen müssen, sind viel zu hoch und oftmals abschreckend. Und das, obwohl wir wegen des demographischen Wandels und des Fachkräftemangels auf Einwanderung angewiesen sind.

Insbesondere die hohen Kosten und fehlende Finanzierungsmöglichkeiten für Antragsstellende müssen dringend abgebaut werden. Der Bundestag hat bereits am 12.11. beschlossen, zu prüfen inwiefern begleitende finanzielle Unterstützungsangebote für Nachqualifizierungsmaßnahmen in Ergänzung zu bestehenden Angeboten notwendig sind.

Seitdem ist jedoch nichts mehr geschehen. Wir fordern die Bundesregierung auf, endlich konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um die Verfahren zu erleichtern und die Kosten für die Anerkennung massiv zu senken.


Das Plenarprotokoll der Bundestagsdebatte vom 12.11.2015 finden Sie hier.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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