Pressemitteilung 28.06.2017

Mineralwasser-Test: Ackergifte im Mineralwasser sind Alarmzeichen

Zur neuen Mineralwasser-Untersuchung von Stiftung Warentest erklären Harald Ebner, Sprecher für Gentechnik- und Bioökonomiepolitik, und Nicole Maisch, Sprecherin für Verbraucherschutz:

Die Testergebnisse sind besorgniserregend. Verbraucherinnen und Verbraucher erwarten schließlich gerade von Mineralwasser zu Recht gesunde und saubere Qualität. Pestizid-Rückstände sind das genaue Gegenteil davon und zerstören das Vertrauen in dieses Produkt.

Mineralwasser stammt aus tiefen Grundwasserschichten. Es ist alarmierend, dass Pestizid-Rückstände schon bis dorthin vorgedrungen sind. Es zeigt auch, dass solche Stoffe nicht etwa vom Boden absorbiert oder abgebaut werden, wie oft von der Pestizidlobby suggeriert wird. Die Rückstände dürften in Zukunft noch zunehmen, denn es dauert jahrelang, bis sie in den Quellen ankommen. Der Gifteinsatz der intensiven Agrarwirtschaft bedroht nicht nur die Reinheit und Güte von Mineralwasser, sondern unsere Lebensgrundlagen.

Dass solche Verunreinigungen inzwischen schon bis ins Quellwasser gelangen, zeigt einmal mehr, dass wir dringend die Pestizidmenge auf unseren Äckern reduzieren müssen. Wir brauchen eine Kehrtwende bei der verfehlten Landwirtschaftspolitik dieser Regierung. Die Große Koalition bleibt komplett untätig, wie sie in der Debatte zur Pestizidreduktion im Bundestag erneut bewiesen hat.

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