Pressemitteilung 10.03.2017

Ausbildungsgarantie statt Übergangsdschungel

Zu den heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes über die Neuzugänge im Übergangsbereich erklärt Beate Walter-Rosenheimer, Sprecherin für Jugendpolitik und Ausbildung:

300.000 junge Menschen sind wieder im Übergangssystem gelandet statt in einer Ausbildung. Sie fehlen der Wirtschaft schon morgen als gut ausgebildete Fachkräfte. Die Bundesregierung hat ihr Versprechen einer Ausbildungsgarantie nicht eingelöst. Das kommt jetzt als Bumerang zurück.

Es ist richtig, dass zum Anstieg im Übergangssystem auch geflüchtete Jugendliche in Sprach- und Integrationsangeboten beitragen. Falsch ist aber, dass man den Jugendlichen und jungen Erwachsenen keine besseren Wege bauen kann. Anstatt Integrationsangebote so zu strukturieren, dass auch Flüchtlinge gezielt auf die Ausbildung im Betrieb vorbereitet werden, nimmt die Bundesregierung das Chaos am Übergang Schule-Beruf schulterzuckend zur Kenntnis. Auch Flüchtlinge würden von einer Ausbildungsgarantie profitieren. Diese muss unabhängig von Aufenthaltsstatus und Bleibeperspektive für alle Jugendlichen in Deutschland gelten. Denn jeder junge Mensch hat das Recht auf eine gute Ausbildung, egal woher er kommt.

Die ungelösten Probleme im Übergangssystem sind nicht die einzige Baustelle, die Bundesbildungsministerin Johanna Wanka nach fast vier Jahren hinterlässt. Auch der groß angekündigte Berufsschulpakt, der die Schulen fit für die digitale Zukunft machen sollte, bleibt bis heute ein leeres Versprechen.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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