Pressemitteilung 30.03.2017

Ausmaß an Schwarzarbeit ist nicht akzeptabel

Zur Studie, dass vier von fünf Haushaltshilfen schwarzarbeiten, erklärt Beate Müller-Gemmeke, Sprecherin für ArbeitnehmerInnenrechte.

Schwarzarbeit und Missbrauch im Haushaltssektor ist immer noch zu weit verbreitet. Es ist nicht akzeptabel, dass für so viele Menschen kein Kranken- und Urlaubsgeld gezahlt wird, sie somit ohne Sicherheit arbeiten. Zudem werden viele schlecht bezahlt und selbst Mindeststandards bei den Arbeitsbedingungen werden nicht eingehalten.

Geringfügig beschäftigte Hausangestellte müssen über das einfache Hauhaltsscheckverfahren angemeldet werden. Auch sie haben das Recht auf Kündigungsschutz, Urlaub oder Lohnfortzahlung bei Krankheit. Hier ist die Bundesregierung in der Pflicht, Lohndumping und Steuerbetrug zu verhindern.

Dem Staat entgehen zudem Steuereinnahmen und den Sozialkassen Beiträge. Vor allem sind die Beschäftigten davon betroffen. Sie arbeiten hart und bekommen dennoch oft zu wenig Lohn. Wir fordern einen fairen Markt für haushaltsnahe Dienstleistungen, der den Haushalten, den Beschäftigten und den besonderen Anforderungen gerecht wird.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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