Pressemitteilung 31.05.2017

13 Prozent weniger Gründungen – Deutschland braucht eine neue Gründungskultur

Zur Veröffentlichung des KfW-Gründungsmonitors 2017 erklärt Kerstin Andreae, stellvertretende Fraktionsvorsitzende

Die Zahlen des KfW Gründungsmonitors sind alarmierend: 13 Prozent weniger Gründungen 2016 im Vergleich zum Vorjahr. Immer weniger Menschen machen sich selbständig. Hohe bürokratische Hürden, ein undurchschaubarer Förderdschungel und fehlende Zugänge zu Mikrokrediten und Bankdarlehen vor allem für Kreative, Frauen und Migrantinnen und Migranten halten viele Menschen davor ab, sich selbständig zu machen. Bundeswirtschaftsministerin Zypries und ihr Vorgänger sprechen zwar viel über Innovation und Kreativität. Sie handeln aber nicht. Wir brauchen in Deutschland endlich eine Gründungskultur, die Menschen zur Selbständigkeit ermutigt, nicht abschreckt.

Wir fordern deutlich bessere Rahmenbedingungen für Gründerinnen und Gründer. Dazu gehört, dass sie in den ersten Jahren von unnötigen Melde- und Informationspflichten befreit werden. Besseren Zugang zu Förderungen erhalten und ihnen vor allem ein einfaches und unbürokratisches Finanzierungsinstrument zur Verfügung gestellt wird. Wir schlagen vor, allen die sich selbständig machen wollen und Finanzierungsbedarf haben, ein staatliches zinsloses Darlehen bis zu 25.000 EUR zu gewähren. Einzige Bedingung dafür ist ein geprüftes Wirtschaftskonzept. Mit diesen Maßnahmen schaffen wir die Rahmenbedingungen, die Lust auf ein Gründen mit guten Ideen macht. Es ist Zeit für eine neue Gründungskultur.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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