Pressemitteilung 05.05.2017

Gute Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung für Hebammen

Zum internationalen Hebammentag erklärt Elisabeth Scharfenberg, Sprecherin für Pflegepolitik:

Schwangere und Familien müssen sich auf eine gute Betreuung rund um die Geburt verlassen können. Darum brauchen wir dauerhaft mehr Hebammen. Der Hebammenberuf muss so attraktiv werden, dass junge Menschen ihn gern ergreifen und nicht vorzeitig aussteigen.

Schon während der Schwangerschaft und dann bei der Geburt macht sich der Hebammenmangel bemerkbar. Kreißsäle sind häufig überfüllt, besonders in Ballungsgebieten. Es kommt immer wieder vor, dass Hebammen mehrere Geburten gleichzeitig betreuen müssen. All das bedeutet Stress – für die Frauen und Familien ebenso wie für die Hebammen. Gute Beratung und Wahlfreiheit bleiben häufig auf der Strecke.

Darum brauchen Hebammen gute Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung. Damit jede Schwangere während der wesentlichen Phasen der Geburt 1:1 durch eine Hebamme betreut werden kann, muss künftig ausreichend Personal in den Kreißsälen vorhanden sein. Wir fordern ein bundesweit verbindliches Personalbemessungsinstrument. Außerdem wollen wir den Ausbau von hebammengeleiteten Kreißsälen unterstützen. Hebammen, die sich in unterversorgten Regionen niederlassen, sollen zukünftig einen Sicherstellungszuschlag erhalten. Die teuren Haftpflichtversicherungen in der Geburtshilfe wollen wir in ein öffentliches Modell ähnlich der gesetzlichen Unfallversicherung überführen.

Unser Positionspapier „Von Anfang an gut versorgt, für eine gute Geburtshilfe“ finden Sie hier.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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