Pressemitteilung 06.09.2017

Große Koalition blockiert wirksamen Waldschutz

Zur heutigen Behandlung des Waldschadensberichts 2017 im Bundeskabinett erklären Oliver Krischer, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender, und Harald Ebner, Sprecher für Bioökonomiepolitik:

Für heimisches Holz, saubere Wasser, gute Luft und Naherholung brauchen wir gesunde und intakte Wälder. Die alljährlichen Waldzustandsberichte belegen aber seit 25 Jahren ein hohes Maß an Waldschäden gerade bei Laubbäumen. Besonders bei Buchen haben Kronenverlichtungen deutlich zugenommen. Zentrale Gefahrenquelle ist die Klimakrise, die vielen Baumarten durch verstärkte Trockenheit, mehr Stürme und neuen Krankheiten zu schaffen macht. Zusätzlich wird der Wald durch Stickstoffeinträge aus der Luft überdüngt und damit anfälliger.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, müssen an Stelle von Kiefern- und Fichtenmonokulturen mehr artenreiche Mischwälder geschaffen und Stickstoffeinträge aus Landwirtschaft, Industrie, Privathaushalten und Verkehr (Stickoxide) wirksam reduziert werden. Nur so erhalten wir die Artenvielfalt im Wald und seine vielfältigen Funktionen für Mensch und Umwelt. Und wirksamer Waldschutz braucht mehr denn je konsequenten Klimaschutz.

Waldminister Schmidt und die Große Koalition haben wenig bis nichts zur Lösung dieser Probleme beigetragen. Die Blockade eines wirksamen Düngegesetzes und der jahrelange Stillstand bei der Reduktion von Treibhausgasen durch Schwarz-Gelb und die Große Koalition müssen endlich beendet werden.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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