Pressemitteilung 27.04.2018

Deutschland hinkt bei Erneuerbaren Energien hinterher

Zum Tag der Erneuerbaren Energien am 28. April 2018 erklärt Julia Verlinden, Sprecherin für Energiepolitik:

Klimaschutz geht nur mit Erneuerbaren Energien. Doch Deutschland hinkt beim Ausbau der Erneuerbaren Energien in allen Bereichen hinterher. Ihr Anteil am Gesamtenergieverbrauch beträgt gerade einmal 15 Prozent. Damit liegt Deutschland europaweit auf Platz 18 und klar hinter dem EU-Durchschnitt.
Insbesondere die Union will offenbar, dass das so bleibt. Ausgerechnet zum Tag der Erneuerbaren Energien hat die Union die im Koalitionsvertrag verabredeten Zusatzausschreibungen für Wind- und Solarkraftwerke blockiert. So wird auch der Anteil von sauberem Ökostrom bei weitem nicht schnell genug wachsen.

In der Wärmeversorgung stagniert der Anteil der Erneuerbaren Energien bei mickrigen 13 Prozent. Im Verkehrsbereich sinkt er sogar seit Jahren und beträgt nur noch rund fünf Prozent. Wirksame Maßnahmen für Energieeinsparung und Umstieg auf Erneuerbare beim Heizen sind nicht in Sicht – ganz zu schweigen von der notwendigen Verkehrswende. Die Bundesregierung bleibt in der Energiepolitik auf gefährlichem Bremserkurs. Damit rückt auch das Klimaschutzziel für 2030 weiter in die Ferne.

Die wichtigsten Macherinnen und Macher der Energiewende sind nach wie vor die vielen engagierten Menschen im ganzen Land. Damit Privatleute, Landwirte und kleinere Unternehmen weiterhin Treiber der Energiewende bleiben können, muss die Bundesregierung die EEG-Umlage auf selbst verbrauchten Ökostrom abschaffen und zusätzliche Ausbaumöglichkeiten für Erneuerbare Energien in Bürgerhand schaffen.

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