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Pressemitteilung 30.04.2018

Wissenschaftsfinanzierung: Schlussmachen mit Außeruniversitäre „First“, Hochschulen „Second“

Heute hat der Wissenschaftsrat die Empfehlung „Hochschulbildung im Anschluss an den Hochschulpakt 2020“ vorgelegt. Dazu erklärt Kai Gehring, Sprecher für Forschung, Wissenschaft und Hochschule:

Im letzten Jahrzehnt haben Bund und Länder über die Wissenschaftspakte viele Milliarden an die Hochschulen und die außeruniversitären Forschungseinrichtungen gegeben. Das größte Problem, die mangelnde Grundfinanzierung der Hochschulen, blieb dennoch ungelöst. Das muss sich mit der Neuaufstellung des Hochschulpaktes ändern. Er muss nicht nur verstetigt, sondern auch besser ausgestattet und regelmäßig erhöht werden.

Während die Grundfinanzierung der außeruniversitären Forschungseinrichtungen seit 2005 jährlich um mindestens drei Prozent gestiegen ist, stagniert die Grundfinanzierung von Universitäten und Fachhochschulen. Die Schere darf sich nicht noch weiter öffnen, denn die Hochschulen sind die Herzkammern des deutschen Wissenschaftssystems. Das Prinzip Außeruniversitäre „First“, Hochschulen „Second“ wollen wir brechen und beide Säulen gleichermaßen gut finanzieren.

Der Hochschulpakt, einst für ein kurzes Studierendenhoch gedacht, soll dauerhaft verlässlich Studienplätze für alle Studieninteressierten finanzieren. In Zukunft muss er zudem mehr Qualität ins Studium bringen. Ihn zu verstetigen und zu erhöhen, muss mit dem Ziel verbunden werden, die Studien- und Arbeitsbedingungen sowie die Betreuungsrelationen an den Hochschulen zu verbessern. Bund und Länder müssen für Planungssicherheit sorgen, damit Universitäten zusätzliche Professuren schaffen und auch unbefristete Karrierewege neben der Professur eröffnen.