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Pressemitteilung 10.08.2018

Bahninfrastruktur: Ein Jahr nach dem Rastatt-Desaster stehen die verkehrspolitischen Konsequenzen weiter aus

Anlässlich des Jahrestags des Rastatt-Desasters, bei dem vor einem Jahr die europäische Bahnmagistrale am Oberrhein für rund zwei Monate unterbrochen war, erklärt Matthias Gastel, Sprecher für Bahnpolitik:

Auch ein Jahr nach der Havarie von Rastatt hat die Bundesregierung daraus keine verkehrspolitischen Konsequenzen gezogen. Die Unterbrechung einer der wichtigsten Eisenbahnstrecken Europas hat schlagartig klar gemacht, wie verwundbar die Eisenbahninfrastruktur in Deutschland ist und wie wenig aufnahmefähig Alternativstrecken sind. Die Investitionsentscheidungen für den Ausbau leistungsfähiger Umfahrungsstrecken – wie beispielsweise der Gäubahn von Stuttgart nach Singen – hätten längst gefällt werden müssen. Bundesverkehrsminister Scheuer macht beim Thema „Rastatt“ dort weiter, wo sein Vorgänger im Amt aufgehört hat: Er bleibt auf Tauchstation. Statt die Verkehrsverlagerung auf die Schiene mit deutlich höheren Investitionen zu fördern, setzt Scheuer auf die Betonpolitik der Vergangenheit und plant mit noch mehr Geld für unnötige neue Straßen.

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