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Pressemitteilung 26.02.2018

Arbeit 4.0 braucht gute Arbeitsbedingungen

Zum Ergebnis einer neuen Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung, wonach viele Unternehmen in Deutschland für die Herausforderungen der Digitalisierung schlecht gerüstet sind, erklärt Beate Müller-Gemmeke, Sprecherin für ArbeitnehmerInnenrechte und aktive Arbeitsmarktpolitik:

Für die "Arbeit 4.0" müssen unbedingt die Arbeitsbedingungen stimmen. Und da hapert es in deutschen Unternehmen immer noch an allen Ecken und Enden. Wenn in mehr als 70 Prozent aller größeren Unternehmen hoher Arbeitsdruck und zunehmende Arbeitsintensität vorherrschen, dann ist es kein Wunder, dass psychische Belastungen bei den Beschäftigten immer stärker zunehmen. Hier muss die nächste Bundesregierung klare Regelungen auf den Weg bringen, die Beschäftigte stärker vor Stress schützen. In diesem Zusammenhang ist es völlig inakzeptabel, dass 76 Prozent der Betriebe die gesetzlich vorgeschriebenen Gefährdungsabschätzungen nicht wie vorgesehen durchführen.

Wenn Arbeit krank macht, dann ist das ein schlechtes Vorzeichen für die Digitalisierung. Denn wenn Arbeit – wie bei der Digitalisierung – komplexer wird, dann profitieren Unternehmen davon, dass Beschäftigte motiviert sind und Lust haben, eigenverantwortlich zu arbeiten. Doch diese Chance sehen zu viele Unternehmen immer noch nicht. Dabei können neue Arbeitszeitmodelle oder die Möglichkeit von Homeoffice oft zu mehr Zeitsouveränität führen und damit für eine bessere Vereinbarkeit von Arbeits- und Lebenszeit sorgen.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher