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Pressemitteilung 22.02.2018

Brüsseler Pläne für grünere Finanzmärkte: Berlin muss mitziehen

Anlässlich der heutigen Vorstellung des Berichts zum nachhaltigen Finanzsystem durch EU-Kommissar Valdis Dombrovskis in Berlin erklärt Gerhard Schick, Mitglied im Finanzausschuss:

Die Bundesregierung muss ihre Blockade gegen nachhaltige Finanzmärkte aufgeben und die Vorschläge der Kommission unterstützen. Die EU-Kommission plant, was Grüne schon lange fordern: den Finanzsektor für eine nachhaltige Entwicklung einspannen. Der Vizepräsident der EU-Kommission Valdis Dombrovskis kündigte an, seine Behörde werde alle wesentlichen Vorschläge der Expertengruppe zu ‚sustainable finance‘ übernehmen. Es ist wichtig, dass die Bundesregierung Fortschritte auf diesem Gebiet nicht weiter blockiert. Fehlallokationen im Finanzmarkt können große Risiken für unseren Wohlstand generieren. Doch weder in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie noch im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD findet sich ein Wort zu nachhaltigen Finanzmärkten. Die Bundesregierung macht ihre Hausaufgaben nicht. Berlin investiert sogar noch immer öffentliche Pensionsgelder in Kohlekraft und Atomenergie. Deutschland gerät ins Hintertreffen, obwohl Frankfurt gute Chancen hätte, sich zum europäischen Zentrum für nachhaltige Finanzprodukte zu entwickeln.

Wichtig ist, dass die Entwicklung nicht bei den Empfehlungen der Expertengruppe stehenbleibt. Beispielsweise brauchen Firmen verbindliche und vergleichbare Berichtstandards für die Offenlegung von Nachhaltigkeitsrisiken. Transparenz im Finanzmarkt kann man nicht durch Freiwilligkeit erreichen, das führt nur zu Wildwuchs und green washing. Investoren müssen verlässlich einschätzen können, wie hoch die Risiken tatsächlich sind.

 

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