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Pressemitteilung 09.07.2018

Nachfolgelücke: Bundesregierung verschließt die Augen

Anlässlich der Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf die Kleine Anfrage "Unternehmensnachfolgen in Deutschland" erklärt Claudia Müller, Mittelstandbeauftragte:

Die Tatenlosigkeit der Bundesregierung ist nicht zu verstehen. Die Wirtschaft steuert auf eine Nachfolgelücke zu und die Bundesregierung verschließt die Augen. Das Wirtschaftsministerium sieht bei Unternehmensnachfolgen keinen zusätzlichen Handlungsbedarf - trotz aller Warnungen aus dem Mittelstand, trotz Fachkräftemangel und trotz demographischen Wandel.

Um die Digitalisierung im Mittelstand zu unterstützen handelte die Bundesregierung in der letzten Wahlperiode endlich und fing an, ein Netz aus Digitalzentren aufzubauen. Für das Thema Digitalisierung gibt es für KMUs kompetente, neutrale und kostenlose Veranstaltungen und Beratungen. Doch beim Thema Nachfolge, das mindestens ebenso wichtig ist, legt die Bundesregierung die Hände in den Schoß. Warum?

Für den Osten stellt die Bundesregierung sich zusätzlich taub: Hinsichtlich der Nachfolgethematik sieht sie keine Unterschiede zwischen West- und ostdeutschen Bundesländern. Dabei steht die Gründergeneration im Osten aus den Jahren nach der Wende jetzt vor der Nachfolgefrage - hier droht ein schmerzhafter Einschnitt in die Unternehmenslandschaft: Über 17 Mal mehr Arbeitsplätze als durch den Kohleausstieg sind dort betroffen.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher