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Pressemitteilung 05.06.2018

Therapeuten am Limit – mehr Wertschätzung für therapeutische Arbeit

Zur heutigen Übergabe des Brandbriefes des Physiotherapeuten Heiko Schneider sowie zahlreicher weiterer Briefe seiner KollegInnen an das Bundesgesundheitsministerium erklärt Maria Klein-Schmeink, Sprecherin für Gesundheitspolitik:

Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten und die weiteren Heilberufe sind essentiell für die gesundheitliche Versorgung und das gute Leben in einer alternden Gesellschaft. Darum ist es höchste Zeit, ihnen die Wertschätzung entgegenzubringen, die sie verdienen.

Als erstes brauchen wir schnell eine Erhebung der tatsächlichen Einkommenssituation der Angehörigen der therapeutischen Berufe – und der notwendigen Kosten, die sie für Aus- und Fortbildungen aufbringen müssen. Dann wird sich schnell zeigen, dass eine eigenständige Existenzsicherung bei vielen nicht möglich ist. Ganz zu schweigen von der Alterssicherung.

Die befristete Anhebung der Grundlohnsumme reicht bei weitem nicht aus, um die Einkommenssituation nachhaltig zu verbessern. Das Schulgeld muss sofort wegfallen, zudem muss darüber nachgedacht werden, wie eine Ausbildungsvergütung organisiert werden kann.

Es sollte möglich sein, in allen therapeutischen Berufen auch regelhaft eine akademische Ausbildung machen zu können. Bei entsprechender Qualifikation brauchen die Heilmittelerbringer mehr Kompetenzen bis hin zum Direktzugang. Dieser sollte modellhaft erprobt werden.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher