Pressemitteilung 08.03.2018

Neue Prognose zu Endlager Konrad enthält Lichtblick

Anlässlich der heute verkündeten Verschiebung der Inbetriebnahme des Atommüll-Endlagers Schacht Konrad erklärt Sylvia Kotting-Uhl MdB:

Was viele als Hiobsbotschaft sehen werden, enthält auch einen großen Lichtblick. Der Inbetriebnahme-Zeitpunkt von Schacht Konrad war jahrelang heiß umstritten und musste bereits mehrmals verschoben werden. Immer wieder gab es dabei auch Streit um die Belastbarkeit der bisherigen Prognosen. Dieser Streit ließ sich jahrelang auch deshalb nicht schlichten, weil ein zugrundeliegendes Problem das von Misstrauen belastete Verhältnis zwischen dem für die Endlagerung zuständigen Bund und seiner vormaligen Endlagerfirma war. Letztere gehörte über viele Jahre den Atommüllverursachern, also den AKW-Betreibern, hatte ein vertraglich gesichertes Monopol, an das der Bund gebunden war, konnte vom Bund aber nur eingeschränkt gesteuert werden.

Im Zuge des parteiübergreifend beschlossenen Neustarts in der Endlagersuche wurden in der letzten Wahlperiode endlich neue, bessere Strukturen beschlossen und umgesetzt. Die Endlagerfirma befindet sich seither wieder vollständig in staatlicher Hand. Damit wurde eine langjährige Forderung von uns umgesetzt. Die heutige Verkündung einer erneuten Verschiebung des geplanten Inbetriebnahme-Termins von Schacht Konrad ist ein erstes Zeichen dafür, dass die neuen Strukturen bereits zu mehr Transparenz und Offenheit unter den Stakeholdern führen. Und, dass damit jetzt klarere und belastbare Prognosen möglich sind.

Wichtig ist aufgrund der Verschiebung nun umso mehr, die unfreiwillig gewonnene Zeit dafür zu nutzen, Konrad vor Inbetriebnahme an den Stand von Wissenschaft und Technik heranzuführen.

  

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