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Pressemitteilung 16.10.2018

Fangquoten sind Enttäuschung

Zu den von den EU-Landwirtschafts- und Fischereiministern beschlossenen Fangquoten für die Ostsee erklären Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik, und Steffi Lemke, Parlamentarische Geschäftsführerin und Sprecherin für Naturschutzpolitik: 

Die neuen Quoten sind eine Enttäuschung. Viele Fischpopulationen in der Ostsee stehen aufgrund der Änderung von Umwelt- und Klimabedingungen und der Überfischung unter hohem Druck, insbesondere die Heringspopulation und deren Reproduktion sinkt dramatisch. Darunter leiden nicht zuletzt auch die Heringsfischer in der Ostsee. Die stark überfischten Populationen finden weiterhin keinerlei Rückzugsräume in der Ostsee. Es braucht endlich wirksame Meeresschutzgebiete, in denen ganzjährig ein Fischereiverbot umgesetzt wird und Jungtiere von Dorsch, Hering und Sprotte heranwachsen können, um langfristig die Populationen der Ostsee zu stärken und damit auch die ökonomische Grundlage für die Ostseefischerei zu sichern. 

Wir müssen dringend den Erhalt dieser wichtigen natürlichen Ressourcen sichern und eine nachhaltige Bewirtschaftung ermöglichen und insbesondere kleine Küstenfischereien erhalten. Das geht nur mit einer zurückhaltenden Bewirtschaftung. Der internationale Rat für Meeresforschung hatte in diesem Jahr einen Fischereistopp für den westlichen Hering gefordert. Aber trotz völkerrechtlicher Verpflichtungen bis zum Jahr 2020 die Überfischung weltweit zu beenden, geht die Dezimierung vieler Populationen in der Ostsee weiter. Es droht ein ökologisches und wirtschaftliches Fiasko.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher