Diese Webseite verwendet Cookies zur Auswertung und Optimierung unseres Web-Angebots. Nutzungsdaten dieser Webseite werden nur in anonymisierter Form gesammelt und gespeichert. Einzelheiten über die eingesetzten Cookies und die Möglichkeit, die Nutzungsdatenanalyse zu unterbinden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Pressemitteilung 10.10.2018

Weltmädchentag: Bildung für Mädchen in Konfliktregionen ist der Schlüssel für eine friedlichere Zukunft

Zum morgigen internationalen Mädchentag erklärt Ottmar von Holtz, Sprecher für Zivile Krisenprävention:

Die Bundesregierung sollte den heutigen Weltmädchentag zum Anlass nehmen, mehr für bessere Bildung und Gesundheitsversorgung von Mädchen in Konfliktregionen zu tun. Denn hier liegt der Schlüssel für eine friedlichere und humanere Zukunft. Der G7-Gipfel in Kanada im Juni gab einen wichtigen Impuls für mehr Geschlechtergerechtigkeit und den verbesserten Zugang zu hochwertiger Bildung für Mädchen. Auch Deutschland verpflichtete sich zu mehr Engagement. Doch Resolutionen bleiben wohlfeil, wenn die Regierung sie abheftet statt sie umzusetzen. Dabei ist ein stärkerer Einsatz dringend gefragt: Derzeit werden weniger als drei Prozent der Humanitären Hilfe für Bildung ausgegeben, so dass weltweit knapp 8,5 Milliarden Euro im Bildungsbereich der Humanitären Hilfe fehlen.

Nicht nur die betroffenen Mädchen profitieren in vielerlei Hinsicht vom Zugang zu Bildung, sondern alle. Das UN-Kinderhilfswerk Unicef hat in einer Langzeitanalyse ausgewertet, dass mehr Bildungsgerechtigkeit zwischen Mädchen und Jungen die Wahrscheinlichkeit von gewaltsamen Konflikten um 37 Prozent verringert. Bildung liefert also eine ungemein hohe Friedensdividende.

Mädchen sind in Konfliktregionen die ersten, bei denen Bildung und Gesundheitsversorgung zu kurz kommen. 75 Millionen Kinder zwischen drei und 18 Jahren gehen weltweit aufgrund von Konflikten und Instabilität nicht zur Schule, davon ist die große Mehrheit weiblich. Ihnen fehlt dadurch der Grundstein für ein Leben jenseits von Armut, Gewalt, Unsicherheit und Perspektivlosigkeit. Wir sollten uns mehr anstrengen, damit Mädchen weltweit zu gebildeten Frauen heranwachsen, die ihre Rechte einfordern und eine nachhaltige Entwicklung in ihren Ländern fördern können.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher