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Pressemitteilung 22.03.2019

Deutsche Bank: Unverständlich, dass Misserfolge weiter belohnt werden

Zum heute veröffentlichten Geschäftsbericht der Deutschen Bank erklärt Kerstin Andreae, Sprecherin für Wirtschaftspolitik:

Mit Blick auf die aktuellen Zahlen des Geschäftsberichtes wird deutlich: Ein Umdenken in der Vergütungspolitik ist bei der Deutschen Bank weiter kein Thema. Steigende Vorstandsgehälter, während der Aktienkurs des eigenen Hauses sinkt - eine sinnvolle Verknüpfung von Leistung und Vergütung sieht anders aus. Es bleibt absolut unverständlich und vor allem unverhältnismäßig, wie Misserfolge hier weiter belohnt werden.

Für uns ist klar: Risiko und Chancen müssen wieder miteinander verknüpft werden. Vergütungssysteme müssen so ausgerichtet werden, dass die nachhaltige Wertsteigerung des Unternehmens sowie die Übernahme von Verantwortung für soziale und ökologische Nachhaltigkeit ins Zentrum gerückt werden. Aktuell finanzieren die Steuerzahler das alles auch noch mit, denn als Betriebsausgaben sind die hohen Vergütungen absetzbar. Das wollen wir ändern und fordern daher, den Betriebsausgabenabzug zu begrenzen.

Der Vergütungsbericht fällt noch dazu in eine Zeit, in der der Deutsche Corporate Governance Kodex in der Krise steckt. Ein Argument mehr, weshalb beim Thema Vergütungspolitik endlich mehr Verbindlichkeit rein muss. Ohne Verpflichtung wird es hier keine Bewegung geben. Gerechtigkeit ist nicht nur ein Wort, das muss man auch ausfüllen. Nur mit verbindlichen Regelungen können Fairness hergestellt, die Mitfinanzierung durch Steuerzahler gestoppt und eine sinnvolle Verknüpfung von nachhaltigem Unternehmenserfolg und Vergütung erreicht werden.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher