Pressemitteilung vom 07.05.2020

75 Jahre Kriegsende: Der Tag der Befreiung erfüllt uns mit Dankbarkeit

Zum Ende des Zweiten Weltkriegs am 8. Mai 1945 erklären Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzende:

Vor 75 Jahren, am 8. Mai 1945, wurde das nationalsozialistische Terrorregime von den alliierten Streitkräften niedergeschlagen und der von Deutschland begonnene Zweite Weltkrieg beendet. Wir gedenken heute der Millionen Opfer des Holocaust und aller anderen Menschen, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Wir gedenken aller, die Opfer dieses Krieges wurden. Die Kapitulation des nationalsozialistischen Deutschlands war, wie der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker in seiner Rede 1985 sagte, ohne Frage ein "Tag der Befreiung". Der 8. Mai ist deshalb ein Tag, der uns mit Dankbarkeit gegenüber den Ländern erfüllt, die zahllose Menschenopfer erbrachten, um den deutschen Vernichtungskrieg zu beenden und Deutschland und die Welt von der nationalsozialistischen Diktatur zu befreien.

Die bedingungslose Kapitulation Deutschlands war für unser Land der erste Schritt hin zu Freiheit und Menschenrechten, auch wenn es bis 1989 dauern sollte, bis diese auch im Osten Deutschlands endgültig erkämpft wurden. Gerade in Zeiten, in denen nationalistische und europafeindliche Stimmen lauter werden, müssen wir uns dies gemeinsam in Erinnerung rufen. Zweifellos begann nach dem 8. Mai für viele Menschen neues Leid. Doch auch die Vertreibungen von vielen Millionen Deutschen hatten ihre Ursache in der mörderischen Expansionspolitik des nationalsozialistischen Deutschlands. Gerade dies müssen wir an diesem Tag immer wieder ins Bewusstsein rufen, um den Versuchen von rechts, die deutsche Kriegsschuld zu relativieren, entgegenzuwirken.