Pressemitteilung vom 26.10.2018

Air Berlin Insolvenz: Ein Jahr danach noch immer im Nebel

Zum Jahrestag des letzten Air Berlin-Fluges erklärt Katharina Dröge, Sprecherin für Wettbewerbspolitik:

Vor einem Jahr ist der letzte Air Berlin-Flieger gelandet. Zentrale Fragen zu den Hintergründen der Insolvenz sind bis heute unbeantwortet. Gerade die Rolle der Bundesregierung in den Tagen nach der Insolvenz wirft weiter drängende Fragen auf, deren Aufklärung Wirtschaftsminister Altmaier und Verkehrsminister Scheuer blockieren.

Bis heute ist unklar, auf welcher Grundlage die Bundesregierung ihre 150 Millionen Euro-Bürgschaft für Air Berlin ausgesprochen hat. Bis heute ist unklar, welche Rolle die Lufthansa in den Tagen nach der Insolvenz gespielt hat. Bis heute verweigert die Bundesregierung dem Deutschen Bundestag zentrale Dokumente, die hier Antworten geben könnten.  

Die Insolvenz der zweitgrößten deutschen Airline hat bis heute Folgen: Von den tausenden Beschäftigten, die damals ihre Jobs verloren haben, können die meisten heute nur zu deutlich schlechteren Konditionen bei anderen Airlines arbeiten, einige haben gar keine Arbeit mehr. Hunderttausende Verbraucher sind auf ihren Flugtickets sitzen geblieben. Sie alle hätten Antworten verdient. Wir Grüne haben die Bundesregierung nun auf Akteneinsicht vor dem Bundesverfassungsgericht verklagt.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Katharina Dröge
Parlamentarische Geschäftsführerin Sprecherin für Wirtschaftspolitik