Pressemitteilung vom 19.06.2018

Aktuelle Ifo-Zahlen: Konjunkturelle Schlechtwetterfront

Zur aktuellen Konjunkturprognose des Ifo-Instituts erklärt Kerstin Andreae, Sprecherin für Wirtschaftspolitik:

Passend zur aktuellen Regierungskrise braut sich gerade ein Konjunkturgewitter auf. Nach dem DIW senkt nun auch das Ifo-Institut seine Prognosen. Die Bundesregierung kann sich nicht weiter hinter Schönwetter-Wolken verstecken.

Union und SPD fehlt es an Einsicht und Weitsicht. Immer wieder haben sie wichtige Fragen zum Klimaschutz, zur Digitalisierung oder zum Fachkräftemangel in die Zukunft verschoben. Sie agieren mut- und ambitionslos und sind Bremser beim Klimaschutz. Das geht zu Lasten der Unternehmen und der Menschen in Deutschland.

Deutschland braucht Strategien für die Digitalisierung, die weit über den Breitbandausbau hinausgehen und für Bildung, die zur Arbeit von morgen befähigen. Wir müssen den Mittelstand im globalen Wettbewerb unterstützen und mit Blick auf Zukunftstechnologien und Forschung endlich eine europäische industriepolitische Strategie aufsetzen.

Die Wirtschaft braucht keine Mauern, sondern Fachkräfte, die wir nur mit einem intelligenten Mix aus Qualifizierung, Nutzung einheimischer Potenziale und einem modernen Einwanderungsgesetz bekommen können. Wir müssen Gründungen besser fördern, denn wir sind hier Entwicklungsland und die Zahl der Gründungen geht seit Jahren zurück. So verlieren wir kreative Köpfe und potenzielle Arbeitsplätze. Bei Innovationen hinken wir ebenfalls hinterher, weil eine steuerliche Forschungsförderung für kleine und mittlere Unternehmen seit Jahren auf sich warten lässt.

 

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher