Pressemitteilung vom 24.09.2018

Alternativer Nobelpreis: Glückwunsch allen Preisträgern

Zur Verleihung des diesjährigen Alternativen Nobelpreise erklären Margarete Bause, Sprecherin für Menschenrechtspolitik, und Omid Nouripour, Sprecher für Außenpolitik:

Die Right Livelihood Award Stiftung hat auch in diesem Jahr gute Entscheidungen getroffen und den Blick auf mutige Kämpferinnen und Kämpfer für Freiheit und Rechtsstaatlichkeit gelenkt. Besonders wichtig ist die erstmalige Auszeichnung von Aktivisten aus Saudi-Arabien. Die drei Ausgezeichneten stehen stellvertretend für zahllose saudische Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger, die für ihr Streben nach einer wirklichen Modernisierung des Landes brutal bestraft werden. Die Bundesregierung, die immer noch Rüstungslieferungen nach Saudi-Arabien genehmigt, muss dieses Problem deutlicher thematisieren und befreundeten Staaten wie zuletzt Kanada beistehen, wenn sie Saudi-Arabien mit seinem Verhalten konfrontieren.

Die Vergabe des Ehrenpreises an die Juristen Thelma Aldana und Ivan Velásquez aus Guatemala ist ein weiteres wichtiges Signal dafür, dass es Mut und Entschlossenheit braucht, um Korruption und Straflosigkeit zu bekämpfen.

Derzeit darf der Vorsitzende der Internationalen Kommission gegen Straflosigkeit in Guatemala aufgrund seiner Ermittlungen nicht nach Guatemala einreisen. Der Preis und internationale Aufmerksamkeit sollten die guatemaltekische Regierung von der notwendigen Arbeit der Preisträger überzeugen.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Margarete Bause

Sprecherin für Menschenrechtspolitik Sprecherin für humanitäre Hilfe