Pressemitteilung vom 26.03.2021

Arten-Aussterben stoppen, statt nur tatenlos beobachten

Zur Eröffnung des neuen Nationalen Monitoringzentrums zur Biodiversität erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutz:

Ein neues nationales Monitoringzentrum zur Biodiversität ist wichtig, um präzise Daten zum Artensterben zu erhalten. Doch so richtig das Stärken der Wissenschaft ist, so wenig spiegeln sich diese Erkenntnisse auch in politischen Entscheidungen der Bundesregierung wieder. Vor allem bei Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner besteht ein eklatantes Missverhältnis zwischen den Erkenntnissen der Wissenschaft und ihrem politischen Handeln. Schon heute haben wir ausreichend und gesicherte Erkenntnisse, dass die seit Jahren praktizierte Agrarpolitik der Haupttreiber für das rapide Arten-Aussterben weltweit und in Deutschland ist.

Wissenschaft und die Erkenntnisse des Biodiversitätszentrums müssen endlich Leitkriterium für die Entscheidungsfindung der Bundesregierung werden. Ansonsten droht das neu geschaffene Monitoringzentrum zur Beobachtungsstelle für das Arten-Aussterben zu verkommen. Um das zu verhindern, fordern wir ein Nothilfeprogramm für die Rettung der Natur aufzulegen und Gelder für die großflächige Wiederherstellung von Natur bereitzustellen. Die Expertise der Wissenschaft kann und muss bei der Erarbeitung und Umsetzung dieser Programme eine große Stütze sein.

 

Foto von Steffi Lemke MdB
Steffi Lemke
Parlamentarische Geschäftsführerin Sprecherin für Naturschutzpolitik