Pressemitteilung vom 24.04.2020

Atomkraft: Tschernobyl-Katastrophe als mahnendes Beispiel

Zum 34. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl am 26. April erklärt Sylvia Kotting-Uhl, Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit:

Wir begehen einen Jahrestag mit verheerenden Waldbränden in der Sperrzone, mit aufgewirbelter Radioaktivität, mit Ängsten in der Bevölkerung und über 1.000 Helfern, die eine Katastrophe verhindern wollen. Das muss uns eine Warnung sein. Auch 34 Jahre nach dem Super-GAU gehen von dem Unglücksreaktor in Tschernobyl unkontrollierbare Gefahren für Menschen und Natur aus.

Sogar die Bewohnerinnen und Bewohner der Millionenstadt Kiew leiden unter Qualm und hohen Cäsium-Werten. Die Ukrainerinnen und Ukrainer spüren die unheilvolle Allianz einer Klimakrise mit Dürre und Waldbränden in Europa und den unberechenbaren Risiken der Atomkraft. Das Unglück von damals und die Gefahren von heute zeigen einmal mehr, wie langlebig die Schäden der Atomenergie sind und erinnern uns daran: Atomkraft ist für kein Problem eine Lösung, sondern immer selbst Problem.

Leider hat sich seit dem Super-GAU vor 34 Jahren in Sachen Atomsicherheit europaweit kaum etwas verbessert. Deshalb muss die Bundesregierung endlich ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag einlösen und das Atomrisiko in Europa reduzieren. Die EU-Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte ist dafür die ideale Gelegenheit.“

Die Fraktion hat in dieser Woche zu diesem Thema zwei Anträge in den Deutschen Bundestag eingebracht.

„Tschernobyl und Fukushima nicht vergessen“

„Atomkraft und Klimaschutz“

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher