Pressemitteilung vom 19.11.2020

Belarus muss die Ausrichtung der Eishockey-WM 2021 entzogen werden

Zur Eishockey-WM 2021 der Männer und der Entscheidung des Exekutivkomitees des Weltverbandes IIHF, am Austragungsort Minsk festzuhalten, erklären Manuel Sarrazin, Sprecher für Osteuropapolitik und Monika Lazar, Sprecherin für Sportpolitik:

Belarus muss die Ausrichtung der Eishockey-WM 2021 der Männer entzogen werden. Lettland fordert zurecht, dass über ein anderes Land als Belarus für die gemeinsame Austragung der WM entschieden werden muss. Die Durchführung eines sportlichen Großereignisses würde eine Normalität suggerieren, die es in Belarus schlichtweg nicht gibt. Lukaschenka hat nicht nur die Präsidentschaftswahl massiv gefälscht. Er ist verantwortlich für den Mord an Regimekritikern, für Verschleppungen, Verhaftungen, Folter und sexualisierte Gewalt. Dieser Staatsterror darf nicht mit der Austragung einer Eishockey-WM belohnt werden. Dass IIHF-Präsident René Fasel vor diesem Hintergrund die politische Lage in Belarus noch immer prüfen möchte, ist absolut unverständlich.

Der belarusische Eishockeyverband ist zudem eng mit Lukaschenka verbunden. Der Vorsitzende, Dmitry Baskov, gilt als sein Vertrauter. Die Eishockey-WM darf nicht zur Bühne eines Diktators werden. Wir fordern die Bundesregierung auf, sich gegenüber dem Deutschen Eishockey-Bund und der Internationalen Eishockey-Föderation nachdrücklich dafür einzusetzen, die Eishockey-WM 2021 der Männer nicht in Minsk stattfinden zu lassen.

 

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Foto von Monika Lazar MdB
Monika Lazar
Sprecherin für Sportpolitik Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus