Pressemitteilung vom 22.02.2021

Bildung muss endlich Chefinnensache werden

Zum online-Dialog #bildungdigital mit der Bundeskanzlerin an diesem Montag erklärt Margit Stumpp, Sprecherin für Bildungspolitik:

Es ist ein Trauerspiel, dass die Kanzlerin ein Jahr Schulkrise in der Pandemie braucht, um zu merken, dass Bildungsministerin Karliczek überfordert ist und Bildung endlich Chefinnensache werden muss. Selbstredend wurde zu viel Zeit versäumt und das Chaos und die Unzufriedenheit an den Schulen immer größer. Dafür trägt auch die Kanzlerin die Verantwortung.

Eine ambitionierte bundesweite Bildungsplattform bietet großes Potential, wenn die Schnittstellen offen und die Angebote niedrigschwellig und qualitätsgeprüft sind. Ob diese dann Bundeszentrale für digitale und Medienbildung heißt, wie wir bereits vor einem Jahr vorgeschlagen haben (s. Antrag https://margit-stumpp.de/wp-content/uploads/2020/05/Antrag-Bundeszentrale-f%C3%BCr-digitale-und-Medienbildung-Drucksache-19_18729.pdf), oder Nationaler Bildungsraum ist egal, solange das Ergebnis stimmt.

Die Gefahr bei einer solchen eierlegenden Wollmilchsau - und so ist der Bildungsraum konzipiert - ist, dass die Ansprüche nicht eingehalten und die hohen Erwartungen nicht erfüllt werden können. Daher muss unbedingt sichergestellt werden, dass die neue Plattform die bestehenden Angebote einschließt, zusammenfasst und einordnet; Parallelstrukturen gilt es unbedingt zu vermeiden. Und daneben muss ein solches Angebot dauerhaft finanziert und redaktionell betreut werden. Da ist der Bund in der Pflicht. Das letzte Jahr hat eindrücklich gezeigt, dass es feste Strukturen braucht und kein neues Projektfeuerwerk, das nicht über die nächste Wahl hinaus wirkt.
 

Foto von Margit Stumpp MdB
Margit Stumpp
Sprecherin für Bildungspolitik Sprecherin für Medienpolitik