Pressemitteilung vom 14.08.2020

Bundesministerin Klöckner muss bei Ernährung erstmal selber liefern

Zu den Forderungen von Bundesministerin Klöckner nach einheitlichen Standards für Kita- und Schulessen auf Länderebene erklärt Renate Künast, Sprecherin für Ernährungspolitik:

Es ist erfreulich, dass die Bundesministerin bei den Ländern besseres Essen in Kitas und Schulen einfordert. Die Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für einheitliche Standards in Kita- und Schulessen sind uralt und hätten längst umgesetzt werden müssen.

Doch statt andere zum Handeln aufzufordern, sollte die Bundesministerin endlich die zahllosen Bundesvorhaben beim Thema Ernährung auf den Weg bringen, die auf Erledigung warten. Dazu gehören die Einschränkung von Werbung gegenüber Kindern für hochverarbeitete überzuckerte Produkte, verbindliche Reduktionsziele für Zucker, Fett und Salz in Fertiglebensmitteln sowie eine Ernährungsstrategie, die auch die Konzerne in die Pflicht nimmt.

Beim Kampf gegen Übergewicht durch zu viel Zucker im Essen macht die Bundesministerin bisher eine schlechte Figur. Auch auf verbindliche Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung warten wir seit Jahren vergeblich. Frau Klöckner sollte nicht mit Forderungen anderen gegenüber von sich ablenken, sondern eine Ernährungsstrategie umsetzen, die insbesondere den Kindern heute hilft.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Renate Künast
Sprecherin für Ernährungspolitik Sprecherin für Tierschutzpolitik