Pressemitteilung vom 05.05.2020

Bundesregierung kümmert sich nicht um Auszubildende in der Coronakrise

Zur Antwort der Bundesregierung auf eine Schriftliche Frage, wie viele Ausbildungsverhältnisse von Corona-bedingten Betriebsschließungen und Kurzarbeit betroffen sind, erklärt Beate Walter-Rosenheimer, Sprecherin für Aus- und Weiterbildung:

Auf unsere Schriftliche Frage antwortet die Bundesregierung lapidar, dass ihr keine statistischen Erkenntnisse vorliegen, wie viele Azubis von Betriebsschließungen und Kurzarbeit betroffen seien oder sogar in der Probezeit ihren Ausbildungsplatz verloren haben. Das ist skandalös und es stellt sich die Frage, warum die Bundesregierung in der Coronakrise nicht mehr Augenmerk auf unsere Auszubildenden richtet.

Junge Menschen in Ausbildung bedürfen genau wie Schülerinnen und Schüler sowie Studierende besonderer Fürsorge und Aufmerksamkeit, denn auch bei ihnen geht es um die Zukunft. Hier haben Azubis definitiv mehr politische Umsicht verdient. Es kann nicht angehen, dass die Bundesregierung die Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung erreichen möchte, dann aber Auszubildende in Zeiten wie diesen im Regen stehen lässt. Ich fordere die Bundesregierung auf, hier dringend auch für junge Menschen in Ausbildung einen Krisenplan vorzulegen.

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