Pressemitteilung vom 26.08.2020

Bundesregierung muss Menschenrechtsverletzungen in Angola verurteilen

Zu den eskalierenden Übergriffen auf die Zivilbevölkerung und Menschenrechtsorganisationen in Angola erklärt Ottmar von Holtz, Sprecher für Zivile Krisenprävention:

Die jüngsten Berichte von Menschenrechtsorganisationen zeichnen ein düsteres Bild: Angolanische Sicherheitskräfte haben in den vergangenen Monaten unter dem Vorwand der coronabedingten Notstandsgesetze mindestens sieben Jungen und junge Männer getötet. Die Umstände der Tötungen und die Aussagen von Zeuginnen und Zeugen weisen darauf hin, dass exzessive Gewalt eingesetzt wurde. Diese Entwicklung ist höchst besorgniserregend und reiht sich ein die Unterdrückung und Übergriffe der Sicherheitskräfte auf Menschenrechtsorganisationen wie MBAKITA, deren Mitarbeitende immer wieder mit willkürlichen Festnahmen und körperlicher Gewalt drangsaliert werden.

Die Bundesregierung muss diese Menschenrechtsverletzungen scharf kritisieren.

Zugleich sind die Geschehnisse in Angola beispielhaft für die schlimme Lage der Zivilgesellschaft, in der sich viele Menschen auch in anderen Ländern auf dem afrikanischen Kontinent während der Corona-Krise befinden. Deutschland muss den Menschenrechtsorganisationen jetzt zuverlässige Unterstützung zusichern, denn deren Arbeit ist in der aktuellen Situation wichtiger denn je.

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