Pressemitteilung vom 01.10.2019

Poststrategie 2025: Mehr Nachhaltigkeit und Fairness nötig

Zur Vorstellung der 2025-Strategie der Deutschen Post erklärt Katharina Dröge, Sprecherin für Wettbewerbspolitik:

Dass Post-Chef Frank Appel anstrebt, bis 2025 5,3 Milliarden Euro Gewinn einzufahren, kann ihm aus Unternehmensperspektive nicht verübelt werden. Es lässt aber durchblicken, dass es ihm eher darum geht, die Aktionäre anstatt die Kunden und die eigenen Beschäftigten glücklich zu machen.

Die Post sollte sich darauf einstellen, dass der Trend in Richtung Nachhaltigkeit, Verbraucherschutz und einen fairen Umgang mit den Beschäftigten gehen muss – das gilt auch und gerade für die Paketzusteller. Neben einem besseren Kundenservice braucht die Post mehr CO2-freundlichen Lieferverkehr. Das Unternehmensziel, bis 2050 klimaneutral zu werden, ist gut, aber nicht ambitioniert genug.

Zu kritisieren sind die zahlreichen Fehltritte, die Wirtschaftsminister Altmaier sich zuletzt mit Blick auf die Post geleistet hat. Nicht nur hat der Minister ohne Not die Anhebung des Portos auf Briefe durchgewunken, sondern in seinen Eckpunkten für ein neues Postgesetz auch noch vorgeschlagen, die Zustellung von Briefen und Paketen auf fünf Tage pro Woche zu verkürzen. Angesichts der stark steigenden Zahl von Kundenbeschwerden ist das ein völlig falsches Signal.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Katharina Dröge
Parlamentarische Geschäftsführerin Sprecherin für Wirtschaftspolitik