Pressemitteilung vom 11.09.2019

IAA: Statt schweren Spritschluckern brauchen wir saubere und sichere Mobilität für alle

Anlässlich der morgigen Eröffnung der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) erklären Lisa Badum, Sprecherin für Klimapolitik, und Stephan Kühn, Sprecher für Verkehrspolitik:

Neue E-Autos können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die IAA als Leistungsschau für PS-Boliden nach wie vor im letzten Jahrhundert stehen geblieben ist. Weil SUVs, Geländewagen und andere Spritschlucker die Bühne dominieren, wird die IAA ihrem Motto nicht gerecht, die Mobilität der Zukunft zu präsentieren. Autokonzerne mit einer solchen Produktstrategie fahren an den Klimazielen vorbei. Die künftige Mobilitätswelt wird sich nicht um den privaten Autobesitz drehen, sondern viel stärker um einen klugen Mix umweltfreundlicher Verkehrsmittel.

Nur wenn die Autoindustrie jetzt eine Modernisierung einleitet, werden Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland und Europa erhalten bleiben. Die Arbeiternehmerinnen und Arbeitnehmer bei Autobauern und Zulieferern brauchen jetzt Planungssicherheit und Qualifizierungsangebote.

Industrie- und klimapolitisch ist es entscheidend, Elektroautos jetzt schnell auf die Straße zu bringen. Die Bundesregierung muss deshalb dringend die Rahmenbedingungen für den Umstieg auf die Elektromobilität verbessern. Mehr Geld und weniger Bürokratie beim Aufbau der Ladeinfrastruktur sind genauso wichtig wie der Abbau klimaschädlicher Subventionen. Wer den Diesel an der Zapfsäule weiterhin mit Milliardensubventionen fördert, untergräbt den Durchbruch der Elektromobilität.


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