Pressemitteilung vom 17.02.2020

Duales Krankenversicherungssystem verhindert gerechte Lösungen für die Zukunft

Zu der heute von der Bertelsmann-Stiftung vorgestellten Studie zum geteilten Krankenversicherungsmarkt erklärt Maria Klein-Schmeink, Sprecherin für Gesundheitspolitik:

Die Ergebnisse der Studie sind Rückenwind für die Bürgerversicherung. Erneut haben wir es schwarz auf weiß: Das Nebeneinander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung macht die Krankenversicherung insgesamt teurer. Gesetzlich Versicherte zahlen mehr, weil Gutverdienende nicht in den Solidarausgleich einbezogen werden. Ein integriertes Krankenversicherungssystem ist mehr als überfällig. Das sollten auch die Blockierer in Union und FDP mal einsehen. Sie müssen sich den Realitäten endlich stellen.

Wir brauchen Antworten auf die großen Herausforderungen in Gesundheit und Pflege, und wir dürfen niemanden überfordern. Darum können wir es uns nicht mehr leisten, GutverdienerInnen und Menschen mit geringeren Krankheitsrisiken aus der Solidarität zu entlassen.

Es ist höchste Zeit, die Scheuklappen abzulegen und die Voraussetzungen zu schaffen für eine solidarische, gesetzliche Krankenversicherung, die alle Bürgerinnen und Bürger umfasst. Nach unserer Vorstellung könnten dann neben den gesetzlichen Krankenkassen auch die privaten Versicherungen diese Bürgerversicherung anbieten.


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