Pressemitteilung vom 19.12.2018

EU-Einwegplastik-Richtlinie: Es bleibt viel Spielraum für weiteren Kampf gegen Plastikmüll

Zur Einigung auf ein EU-Verbot von Plastiktellern, Trinkhalmen und anderen Wegwerfprodukten erklärt Bettina Hoffmann, Sprecherin für Umweltpolitik:

Es ist gut, dass die EU einen ersten Schritt macht, um von einigen überflüssigen Einwegplastikprodukten wegzukommen. Dies kann aber nur ein erster Anfang gewesen sein. Viele Plastikprodukte sind von der EU-Richtlinie nicht erfasst. Es bleibt viel Spielraum für die Bundesregierung, beim Kampf gegen Plastikmüll ehrgeizig voranzugehen.

Die Bundesregierung war in Brüssel weder Ideengeberin noch Vorkämpferin beim Kampf gegen Plastikmüll. Das muss sich ändern. Deutschland ist weiterhin EU-Schlusslicht beim Vermeiden von Verpackungsmüll. Wir brauchen ein gesetzlich verankertes Ziel, unsere Rekordmengen von Verpackungsmüll bis 2030 zu halbieren. Außerdem braucht es eine verbindliche Abgabe auf Wegwerfprodukte wie Coffee-To-Go-Becher und andere Essenverpackungen. Diese wird helfen, den Berg an deutschem Plastik-Müll zu reduzieren.

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